...und packen, wenn die Zeit gekommen ist, ihre Siebensachen wie einst Abraham bei seinem Aufbruch nach Kanaan und machen sich auf den Weg in eine andere Welt. Der Urlaub kann ein Segen sein, denn er erlaubt uns, fern von unserem Alltag endlich durchzuatmen, aufzutanken und uns Dingen zu widmen, die unser Leben bereichern, uns gelassen und sanftmütig werden lassen. Ein Segen sind wir dann auch für die Menschen, die mit uns sind, die uns umgeben, unsere Zuneigung genießen und unsere Freude teilen. Familien und Ehepaare sind sich einander ein Segen, wenn sie Zeit haben füreinander, Zeit für Gespräche und Zeit für gemeinsame Unternehmungen. Freunde, die sich gemeinsam auf den Weg machen, sind sich ein Segen, wenn sie im Austausch und im Miteinander neue Kraft finden.
„Du sollst ein Segen sein.“ Mit diesen Worten schickt Gott nicht nur Abraham, sondern auch uns selbst auf den Weg durch unser Leben. Er gibt uns Seinen Segen, den wir in uns tragen wie einen wärmenden Sonnenstrahl, der uns berührt und uns daran erinnert, ihn weiterzugeben, damit er das Dunkel der Welt erhellen kann. Wir können ein Segen sein – für uns selbst und für andere –, und wir können ein Segen sein für Menschen in Not.
Das Waisenhaus „Hogar de Maria“ ist ein Segen für die elternlosen Mädchen in San Juan de Pasto, einer Hochburg aus Drogen und Mißbrauch in Kolumbien. Dort schenken Schwester Eufracia und Schwester Maria ihre ganze Aufmerksamkeit 50 Waisenmädchen im Alter von 2 bis 17 Jahren. Hineingeboren in ein Zuhause, das keines war, weil die Eltern getötet oder verstoßen wurden, waren sie Opfer von Menschenhandel, Prostitution und Vergewaltigung. In dieser Oase finden die Mädchen Ruhe, Geborgenheit und Liebe. Um 10.000 Euro bitten die Franziskanerinnen uns nun, damit diese wunderbare Arbeit weiter gedeihen kann.
Mitten in den Slums von Nairobi, wo das Leben für die Menschen Enttäuschung, Krankheit und Hunger bereithält, sind die „Kleinen Schwestern des Heiligen Franziskus“ segensreich für die Flüchtlinge aus den Krisenregionen. Seit zwei Jahren geben sie in ihrer Berufsschule für Flüchtlinge 110 Schülern Unterricht in Englisch, Informatik, Nähen und Kochen. So gewinnen diese verängstigten Menschen wieder Vertrauen in ihr eigenes Leben. Mit 4.900 Euro könnten die Schwestern weiterhin diesen Hilfesuchenden ein Segen sein.








