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Einflussnahme

UN-Sondererichterstatter Stavenhagen in Berlin

Bundestag lehnt Ratifizierung der ILO-Konvention 169 ab

Auf Einladung der Missionszentrale der Franziskaner und des ILO169-Koordinationskreises war der UN-Sonderberichterstatter für die Rechte indigener Völker, Rodolfo Stavenhagen, in der letzten Märzwoche in Berlin zu Gast. Anlass war die Debatte des Deutschen Bundestages über einem Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, in dem die Bundesregierung zur Ratifizierung der Konvention aufgefordert wird.


Debatte im Bundestag


Rudolfo Stavenhagen und Thilo Hoppe. MdB
Rodolfo Stavenhagen wollte mit seiner Anwesenheit in Berlin deutlich machen, welche Bedeutung er der ILO-Konvention 169 zumisst. Die Konvention der Internationalen Arbeitsorganisation der Vereinten Nationen (ILO) ist die einzige völkerrechtliche Vereinbarung, die die Rechte indigener Völker schützt. 18 Staaten, darunter Spanien, die Niederlande und Norwegen sowie fast alle lateinamerikanischen Länder haben die Übereinkunft aus dem Jahr 1989 inzwischen ratifiziert.

Trotz Aufforderungen des Europaparlamentes und des 15. Deutsche Bundestages aus dem Jahr 2002 weigern sich die deutschen Bundesregierungen, die Ratifizierung vorzunehmen. Rodolfo Stavenhagen und der Koordinationskreis ILO 169 bedauern dies. Eine Ratifizierung durch die Bundesregierung wäre ein wichtiges Signal für die Bedeutung der Übereinkunft und ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Etablierung eines umfassenden Menschenrechtsschutzes für indigene Völker.


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