UN-Sondererichterstatter Stavenhagen in Berlin
Podiumsdiskussion und Parlamentarisches Frühstück
Mit ihrem Antrag Drs. 16/1971 wollte die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen einen neuen Anlauf nehmen, die Bundesregierung zu einer Ratifizierung zu bewegen. Die abschließende Debatte über den Antrag am späten Abend des 29. März im Bundestag stieß jedoch leider auf wenig Interesse bei den Abgeordneten: Der Vorsitzende des Ausschusses für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Thilo Hoppe (Grüne) war der einzige Redner. In der anschließenden Abstimmung wurde der Antrag mit den Stimmen von CDU/CSU, FDP und SPD, die 2002 noch für eine Ratifizierung votierte, abgelehnt. Daran konnte auch die Anwesenheit von Rodolfo Stavenhagen nichts ändern.Kurz vor der Debatte im Deutschen Bundestag diskutierten Thilo Hoppe,
Rodolfo Stavenhagen und der Vertreter der ekuadorianischen Indigenen-Gemeinde Jacinto, Flavio Santi, im Ibero-Amerikanischen Institut am Potsdamer Platz vor gut 100 Interessierten Fragen des Schutzes indigener Rechte und Kultur. Dabei wurde deutlich, dass dieser Schutz auch ein Beitrag zum Erhalt der Biodiversität in den verschiedenen Regionen dieser Welt bedeutet, da indigene Völker ein unmittelbares Verhältnis zu ihrer Umwelt haben.
Am Freitag trafen sich Rodolfo Stavenhagen und Flavio Santi mit Abgeordneten des Deutschen Bundestages zu einem parlamentarischen Frühstück im Reichstag. Rodolfo Stavenhagen machte im Gespräch deutlich, dass nationale Regierungen bei der Nutzung von Bodenschätzen auf indigenen Territorien nicht allein zu entscheiden, sondern die Interessen der indigenen Völker zu berücksichtigen und die Völker anzuhören hätten.
Ein Interview mit Rodolfo Stavenhagen finden Sie auf der Seite www.onda.de (bei ca. 5 Minuten)












