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clara.francesco vor 250 Zuschauern in Berlin


Die Aufführung in Berlin war eine Kooperationsveranstaltung mit dem erzbischöflichen Schul- und Jugendseelsorgeamt, der Jugendkirche SaMund dem Jugendwerk der Baptisten.

Blick in die Jugendkirche
"Ich bin beeindruckt von der dichten Atmosphäre des Stückes. Musik und Tanz entführen das Publikum in eine andere Welt – die Dialoge aber holen einen gleich wieder zurück zu den heutigen Fragen", sagt Frauke (26) nach der Aufführung. Vor allem der Dialog zwischen dem Anwalt der Erde und der heiligen Clara zog das Publikum in Berlin von Anfang an in den Bann: Ist es nicht absurd, in unserer Zeit des menschengemachten Ungleichgewichts zwischen den Ländern des Nordens und des Südens Gott zu loben? Ist es nicht vergeblich, gegen die Armut, die Unterdrückung und den Hunger zu kämpfen? Ist es nicht sinnlos, sich die für die Armen und Unterdrückten einzusetzen?

 

Claras Antwort ist eindeutig: Nein! Gott zu loben und dafür zu arbeiten, dass in seiner Schöpfung Gerechtigkeit und Frieden herrscht, muss die Aufgabe aller Menschen sein. Die Botschaft des heiligen Franziskus ist dabei so aktuell wie vor 800 Jahren: Gerechtigkeit, die Wahrung der Menschenwürde und die Bewahrung der Schöpfung sind die Grundlagen für dauerhaften und tiefen Frieden.

 

"Zeitweise fand ich das MusikTanzTheater bedrückend. Die Texte, der Tanz und die Musik führten deutlich vor Augen, welche Probleme heute und damals da sind. Also wenn die Tänzerinnen zum Beispiel die Not und die Unterdrückung von Frauen und Mädchen in Afrika darstellen. Aber clara.francesco macht auch Mut: Mut, sich für andere zu engagieren", sagt Bernd (17) bei der After-Show-Party im jugendpastoralen Zentrum, die im Anschluss an die Aufführung noch ca. 50 Jugendliche und die Künstlerinnen und Künstler zu Gespräch und Austausch zusammen führte.

Um Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, sich mit den Inhalten von

Schülerprojekt
clara.francesco näher zu beschäftigen, veranstaltet die Missionszentrale der Franziskaner im zeitlichen Umfeld der Aufführungen für Schülerinnen und Schüler Projekttage. In Berlin kamen 150 Oberstufenschülerinnen und -schüler aus katholischen Gymnasien in das Gemeindezentrum der Berliner Baptisten. In verschiedenen Workshops mit den Tänzerinnen und den beiden Darstellern von clara.francesco, Mitarbeitern von Franciscans International und dem Jugendseelsorgeamt sowie Franziskaner-Postulanten suchten die Jugendlichen auf unterschiedliche Weisen Antworten auf die Fragen nach einem Engagement im Sinne von Franziskus und Clara. Die Ergebnisse waren überraschend: Es entstanden kleine Theater und Tanztheater-Sequenzen, die den Vergleich mit dem Profitheater nicht zu scheuen brauchen.

clara.francesco ist am 4. Mai um 20.30 Uhr in der Jugendkirche Tabgha in Oberhausen, am 6. Mai um 14.00 im Jugendhaus St. Alfrid in Essen-Kettwig und am 7. Juni anlässlich des Evangelischen Kirchentages um 17.00 in der Auferstehungskirche in Köln-Bocklemünd zu sehen.

Video von der Aufführung in Berlin
Video über das MusikTanzTheater

Fotos: Tobias Nahlik und Hanno | Text: tms