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Die Welt ist verrückt geworden

Aktuelle Krisenphänomene, ökonomische politische Analyse der Krisen und Quellen spirituellen Widerstandes gegen die Verrücktheit der Welt bestimmten die Reflexionswoche des „College de Brousse“ vom 15. bis 19. September in La Roche, nahe Fribourg in der Schweiz. Die ca. 20 Teilnehmenden arbeiteten mit dem Ökonomen und Theologen Franz J. Hinkelammert, der aus Costa Rica angereist war.

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Ahauser Geburtstags-Matinee für den 80jährigen Fundamentaltheologen Prof. Johann Baptist Metz

„In der Jugendsprache würde man sagen: Er ist aber wirklich gut drauf“, würdigte Gastgeber Dr. Claus Urban vom Aktuellen Forum Ahaus zu Beginn der Geburtstagsmatinee am 28.Sept. 2008 den in der Oberpfalz geborenen Metz. Mehrere hundert Teilnehmende waren in das Ahauser Schloss gekommen, um den Begründer der neuen politischen Theologie zu ehren. Er habe Entscheidendes in den Blick gerückt, „an dem die Kirche nun nicht mehr vorbei kommt“, meinte der Nachfolger Metz’ auf dem Lehrstuhl für Fundamentaltheologie der Uni Münster, Prof. Jürgen Werbick.

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Befreiungstheologie für Europa?

Kirche und Theologie müssen sich auch in Europa stärker den ökonomischen und politischen Herausforderungen von heute stellen. Der Zusammenbruch des Sozialstaats fordert die europäische Theologie noch stärker heraus, ihre Zeitgenossenschaft ernst zu nehmen. Die gegenwärtige Lage beweist, wie notwendig die befreiungstheologische Reflektion auch in Europa ist. Unter anderen waren es diese Einsichten, die die Gespräche beim Workshop „Theologie der Befreiung heute“ in Sankt Gabriel (Mödling bei Wien) bestimmten. Dabei gelte es, Kritik an einer Weltwirtschaft zu üben, die Menschen und Natur ausbeute. Auch seien klare theologische Statements gefordert, wenn es um Fragen der Zuwanderung oder das Problem der Neuen Armut gehe. Einerseits repräsentieren die Theologien und Philosophien der Befreiung trotz aller Angriffsflächen ein eindrucksvolles Beispiel für die Kontextualisierung europäischer Denktraditionen. Schon aus diesem Grunde plädierte man für eine Vertiefung des Dialogs mit den lateinamerikanischen Befreiungsdiskursen. Noch mehr aber sei der Dialog für die EuropäerInnen eine moralische Pflicht, weil sie sich durch den Dialog mit lateinamerikanischen Denktraditionen ihrer eigenen, weithin verdrängten Geschichte der kolonialen Expansion und postkolonialen Unterdrückung konfrontieren könnten. Auf der dreitägigen Veranstaltung vom 3. bis 5. Oktober 2008 diskutierten mehr als 50 TeilnehmerInnen aus dem deutschsprachigen Raum zum Thema „Die Gegenwart Christi in den Armen – eine Herausforderung für die Theologie“.

Afrika lebt!

Unsere Zeit ist schnell zur Hand mit großen Worten und macht sie dadurch oftmals unglaubwürdig. Eines dieser Schlagworte in den Medien heißt 'Afrika stirbt!' Der Sänger Helmut Lotti, inzwischen weltberühmt und als UNICEF-Botschafter sehr engagiert bei der Hilfe Not leidender Menschen, vor allem in Afrika, hat das Schlagwort vom 'sterbenden Afrika' kürzlich in einer seiner Fernsehsendungen nach einem Besuch in Afrika aufgegriffen und leidenschaftlich um Hilfe für den "leidenden Kontinent" gebeten.

 

Waisenkinder in Uganda
Alles, was er sagte, alles, was in Filmausschnitten an Elend und Not gezeigt wurde, stimmt. Nur das eine nicht: dass Afrika stirbt!

 

Liebe Missionsfreundin, lieber Missionsfreund, ich meine, es wäre besser gewesen, zu sagen 'Afrika lebt'. Wir Franziskaner, unsere Schwestern und Mitbrüder, haben Afrika, seine in tiefer Not oft bis hin zur Verzweiflung leidenden Menschen, zu einem Schwerpunkt unserer Hilfe gemacht. Sie, diese Menschen, in Lumpen gewickelt, die letzte Habe auf dem schmerzenden Rücken, die Kinder auf den Armen der Mütter, die Säuglinge, die nach leeren Brüsten tasten, diese Menschen sind keine Sterbenden. Sie leben.

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Franziskaner Antonio de Galvão heiliggesprochen

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