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Projekte

Stärkung der Projektpartner - den Armen wirkungsvoller helfen

Seminar für Projektvorbereitung für Franziskaner/innen in Indien

Unser Projektreferent für Indien, Frank Kraus, berichtet von seinen Eindrücken:

 

Indien ist ein Land der Gegensätze. Neben einer kleinen reichen Bevölkerungsgruppe gibt es noch immer über 300 Millionen Menschen, die unterhalb der Armutsgrenze leben. Neben erstklassig ausgebildeten Ärzten, Informatikern und Ingenieuren sind 39 % der Bevölkerung Analphabeten.


Während in den großen Städten die Moderne regiert, leben die Leute auf dem Land ohne Strom und Wasser. Aber auch die industrielle Entwicklung bringt die typischen negativen Begleiterscheinungen wie Slumbildung, industrielle Ausbeutung, Kinderarbeit, Prostitution etc. mit sich.

 

In diesem herausfordernden Umfeld arbeiten in ganz Indien über 50.000 Franziskaner und Franziskanerinnen aus 46 Kongregationen mit und für die armen Menschen. Mit dem Herzen am richtigen Fleck helfen sie den Menschen in den Städten oder setzen sich für die Entwicklung der armen Landbevölkerung ein.

 

In unserer heutigen immer stärker globalisierten und technisierten Welt ist es aber nicht mehr ausreichend, dem Hungrigen ein Stück Brot zu geben oder mit lokalen Aktionen auf Kinderrechte aufmerksam zu machen. Heute kommt es immer stärker darauf an, die Probleme globaler zu sehen, zu analysieren und so die wirklichen Ursachen zu erkennen, die zu der Notlage von so vielen Menschen beitragen. Programme müssen gut logistisch und finanziell geplant werden, damit sie auch nachhaltig Unterstützung bedeuten und Probleme lösen.

 

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Zwischen Krieg, Menschenrechtsverletzungen und neuen spirituellen Erfahrungen

Eindrücke unseres Projektreferenten Emanuel Graef von seiner Reise nach Kolumbien

 

Blick auf die Hauptstadt Bogotá mit ihren Hochhäusern und armen Stadtviertel an den Berghängen
Bogotá, 23. Oktober 2007: Es ist kühl, und es regnet. Bogotá liegt auf 2.640 Meter Höhe. Ich fahre unter dem Eindruck 'Die Schatten des Todes' nach Kolumbien: Cali- Kartell und Pablo Escobar, Drogen, Entführungen, Mord und Anschläge.

 

Vor dem Flughafen wartet Fray Omar Fernandez OFM auf mich. Auf der Fahrt vom Flughafen in die sieben Millionen Einwohner zählende Stadt Bogotá sprechen wir über das wohl wichtigste Thema hier, den seit über 40 Jahren herrschenden bewaffneten Konflikt. Beteiligt sind die Drogenmafia, die Guerillagruppen FARC und ELN, paramilitärische Einheiten, die kolumbianische Polizei, das Militär und die Vereinigten Staaten von Amerika.

 

Die Strukturen dieses Konflikts sind kaum durchschaubar. Fest steht, dass die linksgerichteten Guerillagruppen gegen die kolumbianischen Streitkräfte kämpfen. Die rechtsgerichteten Paramilitärs werden von Teilen der kolumbianischen Armee geduldet, wenn nicht sogar unterstützt. Sie stehen im Konflikt mit den Guerillagruppen. Beide Parteien, Rebellen und Paramilitärs, verüben Anschläge auf die Zivilbevölkerung. Die Binnenflüchtlinge werden auf bis zu vier Millionen Menschen geschätzt.


Die Präsenz des Militärs wirkt immer wieder bedrohlich
Die USA unterstützen die kolumbianische Regierung mit Waffen, Hubschraubern, Piloten und Ausbildern unter dem Vorwand, den Drogenanbau und die Drogenkriminalität zu bekämpfen. Sie bezeichnen die Guerillagruppen als "Drogenterroristen", um so deren kriminellen Charakter in den Vordergrund zu stellen und ihnen jede politische Motivation abzusprechen. 

 

In Kolumbien gibt es zwei Franziskanerprovinzen: Santa Fe mit Sitz in Bogotá und San Pablo Apóstol mit Sitz in Santa Rosa de Cabal. Die Provinz San Pablo Apóstol hat sich in den Jahren nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil von der Provinz Santa Fe losgelöst.

 

Einer der damaligen 'Rebellen' ist der jetzige Provinzial Fray Edgar Santos OFM. Die Brüder der Provinz San Pablo Apóstol wollten radikaler, franziskanischer leben – direkt mit und unter den Armen. So haben die Gemeinschaften kein Eigentum. Sie leben in gemieteten Häusern und Wohnungen. Es gibt keine Autos und auch keinen Luxus wie Warmwassererhitzer. In fast allen Gemeinschaften kann man sich nur mit Kaltwasser duschen – wie die Armen in ihrem Umfeld.

 

Alle Gemeinschaften leben mit und unter den Armen in den Brennpunkten der Dörfer und Städte. Ohne Eigentum und damit auch keine eigenen, Geld einbringenden Einrichtungen wie z. B. Schulen kann sich die Provinz bald nicht mehr finanzieren.


Den vollständigen Bericht finden Sie hier.

 

CLAR zu Gast in der Missionszentrale

Initiativen für die Armen und Ausgeschlossenen

Bonn Am 19. September wurde die Missionszentrale der Franziskaner (MZF) vom Präsidenten der Konferenz lateinamerikanischer Ordensleute CLAR (Confederación Latinoamericana y Caribeña de Religiosos/as), Pater Ignacio Antonio Madera Vargas SDS besucht.


Logo von CLAR - Konferenz der Lateinamerikanischen Ordensleute
CLAR, der lateinamerikanische und karibische Dachverband der Ordensleute, ist eine internationale Organisation des Päpstlichen Rechts, die vom Heiligen Stuhl am 2. März 1959 gegründet wurde. Dieser pflegt Kontakt mit den Kongregationen durch die Einrichtungen 'Vida Consagrada' und 'Vida Apostolica'(CIVCSVA). Die Aufgaben von CLAR ist es, als lateinamerikanisches Netzwerk die Landesvertretungen der Religiosenvereinigung zu koordinieren und inhaltliche Impulse zu setzen. Sie sind derzeitig in 22 Ländern von Lateinamerika und der Karibik tätig.

 

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Franziskaner im Hl. Land

Netzwerk aller Ordensleute in Lateinamerika

Franziskaner Mission

Franziskaner in Chile

Aktionsbündnis gegen AIDS
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