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Projekte

Bolivien

Ein gespaltenes Land - Demokratische Revolution oder Balkanisierung


Eindrücke unseres Projektreferenten Emanuel Graef von seiner Reise nach Bolivien


La Paz, 23. Mai 2008: Es ist nicht einfach nach Bolivien zu reisen. Als ich im Morgengrauen am Flughafen von La Paz in der Trabantenstadt El Alto ankomme war ich ganze 29 Stunden unterwegs. Auf dem Weg zum Konvent San Francisco durchquere ich die Slums von La Paz und Pater Ignacio Harding, ofm, der mich durch das große, von Unterschieden geprägte ärmste Land Südamerikas begleiten wird, gibt mir gleich einen kleinen Einblick in ein im Moment zwischen Hochland und Tiefland gespaltenes Bolivien.

 

In Bolivien leben 8,7 Millionen Menschen, von denen über zwei Drittel Indigenas sind. Das Land ist etwa dreimal so groß wie Deutschland. Mehr als 60 Prozent der Bevölkerung leben unter der Armutsgrenze. Das gegenwärtige System der repräsentativen Demokratie hat stark an Glaubwürdigkeit verloren. Mit der Wahl im Jahre 2005 des Cocabauernführers Evo Morales zum erstem indigenem Präsidenten Boliviens fand ein radikaler Richtungswechsel statt: Bolivien wechselte vom „Musterschüler des Neoliberalismus“ in das Lager der Regierungen, die versuchen, sich von der Bevormundung durch internationale Organisationen wie der Weltbank, durch die USA oder auch durch die transnationalen Unternehmen zu befreien und eigenständige Entwicklungsstrategien zu suchen.


Die Stadt La Paz liegt in einer Niederung am Rande des Altiplanos und ist mit prachtvollen schneebedeckten Gipfeln umgeben. La Paz selbst liegt auf einer Höhe von 3.627 Metern und hat fast 800.000 Einwohner.

 

Área V, Alto Beni in den Süd Yungas, 24. Mai 2008: Die Reise ist das Ziel. Um an das „Paradies auf Erden“ (Pater Robert Eckerstorfer, ofm) im Amazonasbecken von Bolivien zu gelangen muss man von La Paz noch 7 Stunden mit dem Auto die berühmten Yungas, den „Camino de la Muerte“ (Weg des Todes) runterfahren.


Obwohl Bolivien meist als Andenstaat bezeichnet wird, nimmt das Hochland nur ein Drittel der Landesfläche ein. Zwischen den östlichen und westlichen Andenketten, den Kordilleren, erstreckt sich das Hochlandbecken des Altiplano mit einer Durchschnittshöhe von etwa 3.500 Metern. An ihrem Ostrand fallen die Anden über Bergnebelwälder in das Tiefland ab. Die Fahrt die Yungas hinab ist ganz sicher nichts für Leute mit schwachen Nerven. Die Straße überwindet in den ersten 100 Kilometern einen Höhenunterschied von 3.000 Metern. Von dem Pass „La Cumbre“ auf 4.650 Metern geht es stetig bergab, mit jeder Stunde wird die Vegetation grüner und die Luft wärmer. Die nur einspurig befahrbare Piste, leitplankenlos an klaffenden Abstürzen entlangführend, ist die einzige Verbindung zwischen dem tropischen Tiefland und der Hauptstadt. Tropenhölzer, Früchte und auch Koka werden auf schweren Lastwagen nach La Paz transportiert. Da die von unten kommenden, schwer beladenen und zudem überalterten Lastwagen nicht wieder anfahren können, wenn sie einmal am Hang stehengeblieben sind, muss der von oben kommende Verkehr zur Abgrundseite hin ausweichen.


Den vollständigen Bericht finden Sie

Stärkung der Projektpartner - den Armen wirkungsvoller helfen

Seminar für Projektvorbereitung für Franziskaner/innen in Indien

Unser Projektreferent für Indien, Frank Kraus, berichtet von seinen Eindrücken:

 

Indien ist ein Land der Gegensätze. Neben einer kleinen reichen Bevölkerungsgruppe gibt es noch immer über 300 Millionen Menschen, die unterhalb der Armutsgrenze leben. Neben erstklassig ausgebildeten Ärzten, Informatikern und Ingenieuren sind 39 % der Bevölkerung Analphabeten.


Während in den großen Städten die Moderne regiert, leben die Leute auf dem Land ohne Strom und Wasser. Aber auch die industrielle Entwicklung bringt die typischen negativen Begleiterscheinungen wie Slumbildung, industrielle Ausbeutung, Kinderarbeit, Prostitution etc. mit sich.

 

In diesem herausfordernden Umfeld arbeiten in ganz Indien über 50.000 Franziskaner und Franziskanerinnen aus 46 Kongregationen mit und für die armen Menschen. Mit dem Herzen am richtigen Fleck helfen sie den Menschen in den Städten oder setzen sich für die Entwicklung der armen Landbevölkerung ein.

 

In unserer heutigen immer stärker globalisierten und technisierten Welt ist es aber nicht mehr ausreichend, dem Hungrigen ein Stück Brot zu geben oder mit lokalen Aktionen auf Kinderrechte aufmerksam zu machen. Heute kommt es immer stärker darauf an, die Probleme globaler zu sehen, zu analysieren und so die wirklichen Ursachen zu erkennen, die zu der Notlage von so vielen Menschen beitragen. Programme müssen gut logistisch und finanziell geplant werden, damit sie auch nachhaltig Unterstützung bedeuten und Probleme lösen.

 

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CLAR zu Gast in der Missionszentrale

Initiativen für die Armen und Ausgeschlossenen

Bonn Am 19. September wurde die Missionszentrale der Franziskaner (MZF) vom Präsidenten der Konferenz lateinamerikanischer Ordensleute CLAR (Confederación Latinoamericana y Caribeña de Religiosos/as), Pater Ignacio Antonio Madera Vargas SDS besucht.


Logo von CLAR - Konferenz der Lateinamerikanischen Ordensleute
CLAR, der lateinamerikanische und karibische Dachverband der Ordensleute, ist eine internationale Organisation des Päpstlichen Rechts, die vom Heiligen Stuhl am 2. März 1959 gegründet wurde. Dieser pflegt Kontakt mit den Kongregationen durch die Einrichtungen 'Vida Consagrada' und 'Vida Apostolica'(CIVCSVA). Die Aufgaben von CLAR ist es, als lateinamerikanisches Netzwerk die Landesvertretungen der Religiosenvereinigung zu koordinieren und inhaltliche Impulse zu setzen. Sie sind derzeitig in 22 Ländern von Lateinamerika und der Karibik tätig.

 

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Franziskaner im Hl. Land

Netzwerk aller Ordensleute in Lateinamerika

Franziskaner Mission

Franziskaner in Chile

Aktionsbündnis gegen AIDS
Aktionsbündnis gegen AIDS