Missionszentrale der Franziskaner - Unser Leitbild

das Hilfswerk - für die würde der Menschen - weltweit
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Aus den vielen Begegnungen und daraus entstandenen Beziehungen nehmen wir uns drei zum Leitbild:

Die Begegnung mit dem Evangelium

Eines Tages begibt sich Franziskus zur kleinen Kapelle außerhalb der Stadtmauern von Assisi, Portiunkula genannt. Das Tagesevangelium berichtet von der Aussendung der Jünger Jesu. Am Ende der Messe lässt sich Franziskus vom Priester das Evangelium erklären. Als er davon hört, dass die Jünger Jesu nicht Gold oder Silber, noch Beutel oder Reisetasche, noch Brot oder Stab auf den Weg mitnehmen, sondern an erster Stelle das Reich Gottes verkünden sollen, ruft er mit großer Freude und Entschiedenheit aus: "Das ist es, was ich will, das ist es, was ich suche, das verlange ich aus innerstem Herzen zu tun."

Die Begegnung mit dem Ausgeschlossenen

Franziskus begegnete eines Tages einem an Aussatz Erkrankten. Während er sonst gewohnt war, vor an Aussatz erkrankten Menschen Abscheu zu empfinden, reichte er jetzt dem wegen seiner Krankheit von der Gesellschaft Ausgeschlossenen ein Geldstück und küsste ihm die Hand. Dann empfing er von ihm den Friedenskuss und setzte seinen Weg fort. Diese Begegnung hat zutiefst sein Leben und die franziskanische Lebensform geprägt. In seinem Testament erinnert er sich daran und schreibt: "Und da ich weiterging, wurde mir das, was mir bitter vorkam, in Süßigkeit der Seele und des Leibes verwandelt.

Die Begegnung mit dem Sultan

Franz von Assisi - Begegnung mit dem Sultan Im 13. Jahr seiner Bekehrung – inmitten der Zeit der Kreuzzüge - zog Franziskus nach Syrien, wo erbitterte Kämpfe zwischen Muslimen und Christen geführt wurden. Er war entschlossen, den Sultan der Sarazenen aufzusuchen. Obwohl er viele Schmähungen hinnehmen musste, bevor er zum Sultan vorgelassen wurde, ließ er sich nicht abschrecken. Er wurde vom Sultan höflich und ehrenvoll empfangen. Mit zahlreichen Geschenken wollte der Sultan den Gottesmann auf die Probe stellen. Franziskus lehnte aber höflich ab. Die Worte und die Haltung des hl. Franziskus hinterließen tiefen Eindruck und große Wertschätzung am Hof des Sultans. Diese Haltung entspricht seiner Ermahnung an die Brüder: Wenn sie durch die Welt ziehen, sollen sie sich "nicht streiten oder über andere aburteilen. Vielmehr sollen sie milde, friedfertig und bescheiden, sanftmütig und demütig sein und mit jedermann in Wohlanständigkeit reden, wie es sich gebührt."