Missionszentrale der Franziskaner -

das Hilfswerk - für die würde der Menschen - weltweit
Seitensuche

Wie wir Einfluss nehmen

Direkt vor Ort zu sein und zu helfen ist das Eine, aber ohne die ständige Arbeit an der Verbesserung der gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen können nur die Symptome bekämpft werden.

Gerechtigkeit und Frieden lassen sich nur dann herstellen, wenn auch die Menschen, die nicht unmittelbar von Not, Armut und Hunger betroffen sind, ihr Verhalten auf Dauer ändern und anpassen. Geschwisterlichkeit, Solidarität und Fairness sind für ein menschliches Miteinander ohne Verlierer unabdingbar. Deswegen machen wir uns sowohl in Deutschland und Europa als auch weltweit vor Ort für die Bedürfnisse der Armen stark. Wir nehmen aktiv Einfluss.

Deshalb nimmt die Missionszentrale der Franziskaner Kontakt zu den politisch Handelnden auf und versucht Einfluss auf Regierungen und Parlamente zu nehmen. So stellen wir zum Beispiel für Abgeordnete und Mitarbeiter(innen) von Bundestag, Ministerien, Verbänden und anderen Vereinigungen Informationen über die Arbeit der Franziskanerinnen und Franziskaner in Deutschland und der ganzen Welt bereit. Außerdem beobachten wir die politischen Vorgänge auf den Feldern der wirtschaftlichen Zusammenarbeit und Entwicklung, der Menschenrechte sowie der Auswärtigen Politik.

Im Bereich der Durchsetzung von Menscherechten werden weltweit Initiativen unterstützt, die sich beispielsweise um Aufklärung von Schicksalen der während der Militärdiktaturen in Lateinamerika verschwundenen Menschen kümmern oder die Aufhebung der Straflosigkeit von ehemaligen Junta-Mitgliedern fordern.

Neben der konkreten Arbeit vor Ort in den Entwicklungsländern sieht die Missionszentrale eine weitere zentrale Aufgabe in der Bildungsarbeit. Bewusstseinsarbeit für eine gerechtere und friedlichere Welt heißt hier die Devise, nach der Seminare und internationale Begegnungen organisiert und durchgeführt werden.

Der Dreiklang aus konkreter Hilfe, Bewusstseinsbildung und Anwaltschaft für die Armen macht die Idee des franziskanisch-christlichen Weltbildes deutlich: Die vorrangige Option für die Armen bedeutet, den Menschen konkret zu helfen, sich politisch in ihrem Sinne einzumischen und die Veränderung unserer Welt aktiv voranzutreiben.