Bad Request Tausende Familien auf der Flucht im Ost-Kongo

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Tausende Familien auf der Flucht im Ost-Kongo - Franziskaner helfen dank der Unterstützung durch das Auswärtige Amt

Geographisch verläuft durch den Kivu-See im 'Gebiet der großen Seen' der Demokratischen Republik Kongo die Grenze zum 'Land der tausend Hügel' der Republik Ruanda, deren Völkermord von ca. einer Million Menschen in 100 Tagen im April 1994 seinen Anfang nahm. Dagegen hat der seit langem andauernde Kongokrieg mehrere Millionen von Todesopfern zu beklagen, mehr als jeder andere Konflikt seit Ende des Zweiten Weltkriegs. Am stärksten von den Kriegshandlungen betroffen ist das Gebiet um den Kivu-See. Ständige gewaltsame Übergriffe auf die Zivilbevölkerung durch verfeindete Soldaten der nationalen Armee, von bewaffneten Milizen und vermutlich auch durch von Ruanda unterstützte Rebellen lassen die Menschen dort nicht mehr zur Ruhe kommen.

Immer wieder lösen anhaltende Gefechte Flüchtlingswellen von Hunderttausenden von Menschen aus. Viele von ihnen sind bereits zum wiederholten Mal auf der Flucht, sie sind Binnenvertriebene im eigenen Land. Ihre Heimatorte sind unter der Kontrolle von Milizen. Dorthin können die Menschen aus Angst vor Plünderungen nicht mehr zurückkehren, um ihre Felder zu bestellen. Zudem wurden oft die Häuser der Menschen angezündet und zerstört, systematisch Hunderttausende von Frauen und Mädchen vergewaltigt und Familienangehörige getötet. Durch die Kriegswirren haben die Menschen alles verloren, sowohl ihre Angehörigen als auch ihr gesamtes Hab und Gut. Schätzungen der UNO zufolge werden jeden Tag etwa 1.000 Menschen Opfer von Gewalttaten.

Eine militärische Lösung gibt es trotz der im Lande stationierten UNO-Truppen nicht. Friedensabkommen wurden in der Vergangenheit nicht durchgesetzt. Die Menschen aber  brauchen dringend humanitäre Hilfe, um zu überleben. Sie suchen Zuflucht in provisorischen und in von internationaler Hilfe bereitgestellten Flüchtlingslagern in den umliegenden Orten der Hauptstadt Goma (Provinz Nord-Kivu) und der Hauptstadt Bukavu (Provinz Süd-Kivu).

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