Missionszentrale der Franziskaner -

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Schule unter freiem Himmel

Franziskanerinnen organisieren Schulunterricht für Flüchtlingskinder in Aquin

Die Franziskanerinnen leiten in Aquin, einer Kleinstadt im Süden von Haiti, die einzige Schule der Stadt. Zum Glück wurde Aquin vom Erdbeben kaum getroffen und es gab keine Verletzten oder Toten. Doch in den Tagen nach dem großen Beben setzte der Strom von Flüchtlingen aus der Hauptstadt ein, womit die meisten Familien hoffnungslos überfordert sind. Es kommen nicht nur die direkten Familienangehörigen, sondern auch entfernte Verwandte und Freunde.
Kinder und Jugendliche sind in großer Zahl unter den Flüchtlingen und sie tun sich schwer, das Trauma des Erdbebens zu verarbeiten. Ein wichtiger Schritt dabei ist die Wiedergewinnung einer gewissen Normalität des Lebens, wozu vor allem der Schulbesuch gehört. Deshalb hat die Schule in Aquin begonnen, möglichst alle Kinder und Jugendlichen, die aus Port-au-Prince gekommen sind, in ihre Schulklassen zu integrieren.

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Missionszentrale stärkt den Interreligiösen Dialog

Begleitung eines Schulprojekts am Amos Comenius Gymnasium in Bonn

P. Francis ofm beim Schulprojekt
Zur Verständigung unter den Religionen soll das Schulprojekt der 6. Klassen des Amos Comenius Gymnasium mit dem Titel „Fremde Religionen begegnen sich“, welches von 10.-12. März 2010 stattfindet, beitragen. Am Beispiel des Themas „Fasten“ werden die Gemeinsamkeiten und Unterschiede beleuchtet und versucht, den Schülern Respekt vor jeder Religion zu vermitteln. Weil das ein typisch franziskanisches Anliegen ist, beteiligt sich auch die Missionszentrale an diesem Projekt.

10 Tage nach dem Erdbeben in Chile

Der Franziskaner P. José Miguel berichtet von seinem Besuch in Concepción

„Heute (3. März) bin ich um 02:20 Uhr zusammen mit Bruder Salvador von Santiago aufgebrochen, um in die besonders stark betroffene Stadt Concepción zu fahren und unsere Brüder dort zu besuchen, ihnen Hilfe anzubieten und sie auch moralisch zu unterstützen. Die Straße, die früher eine Autobahn war, ist auf der Höhe der Städte San Javier und Parral komplett zerstört. Man muss ganz vorsichtig und langsam fahren und so brauchten wir für dieses Stück von 25 km über zweieinhalb Stunden. Concepción erreichten wir deshalb erst nach 11 Stunden Fahrt um 13:30 Uhr.
Die Situation der Stadt ist noch immer dramatisch. Die meisten Häuser und Gebäude sind beschädigt oder zerstört, überall liegt Müll oder Schutt, die Straßen sind kaputt, weitere materielle Schäden an den Geschäften und Häusern wurden durch Banditen und Plünderer verursacht. In der ganzen Stadt gibt es noch keinen Strom, Wasser fließt nur in einigen wenigen Stadtvierteln. Die Hilfe kommt nur langsam an.

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Erdbeben in Chile

Nachricht des Franziskaner-Provinzials P. Rogelio Wouters ofm

„Liebe Schwestern und Brüder,
ich danke Ihnen herzlich für Ihr Mitleiden mit unserem chilenischen Volk. Es tröstet uns wirklich, sich mit Ihnen brüderlich verbunden zu fühlen … Viele unserer chilenischen Mitmenschen leiden entsetzlich, beweinen ihre Toten, haben alles verloren und brauchen jetzt Wasser, Nahrung und ein Dach über dem Kopf. An einigen Orten helfen sich die Nachbarn mit beispielhafter Solidarität.
Allen Mitbrüdern geht es, abgesehen vom Schrecken, gut. Einige sind entmutigt wegen der Zerstörung. Sie spüren Angst und Ohnmacht bei der Frage: ‚Und was jetzt?’ …“ Mehrere Häuser und Einrichtungen der Franziskaner sind so stark beschädigt, dass sie vermutlich abgerissen werden müssen.

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