Missionszentrale der Franziskaner

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Menschen in Not Hoffnung schenken

Ich sehe in jeder Hand Gottes Hand, aber auch Ihre oder meine, weil wir die helfenden Hände sein können und damit Gottes Güte durch uns wirkt. In anderen Momenten aber sind wir es, die eine helfende Hand brauchen, und wenn sie sich uns öffnet, empfangen wir Gottes Liebe. So sind gebende Hände ein Segen für viele Menschen und ein Segen für die Welt. 

„Jeden Tag fruchtbare Erde in meinen Händen spüren! Das will ich.“ Das sagt ein Jugendlicher aus Rio Pardo. Für die jungen Menschen auf dem Land sind ihre Hände eine wichtige Voraussetzung, ihr Leben in die Hand zu nehmen, es zu ergreifen, zielstrebig, kraftvoll und mutig. Sie tragen die Last der Abhängigkeit von Großgrundbesitzern und die Armut der Eltern auf ihren Schultern. Sie brauchen unterstützende Hände und viel Wissen. Beides bekommen sie in der Agrarschule im brasilianischen Rio Pardo. Es ist eine Schule, in der Jugendliche und junge Erwachsene aus den ländlichen Gegenden eine Ausbildung erhalten, die ihnen die Möglichkeit gibt, anschließend in ihren Dörfern zu bleiben und sich dort durch ökologische Landwirtschaft eine neue unabhängige Existenz aufzubauen, sich zusammenzuschließen und zu organisieren. Der großen Landflucht wird dadurch entgegengewirkt. Pater Olávio bittet uns um eine Hilfe von 10.000,- Euro für die einjährige Ausbildung von 60 jungen Menschen im Alter von 16 bis 25 Jahren.

Vernarbt, rau und trocken sind die Hände der Kinder und Frauen in Kendré und Lelekoom. Manchmal sind sie so furchig wie die trockene Erde unter der heißen Sonne Afrikas. Mit zweimal 9.200,- Euro möchten wir der Bitte von Schwester Cathérine aus Burkina Faso nachkommen, damit in beiden Orten je ein Brunnen mit mechanischer Pumpe gebaut werden kann und so das Alltagsleben der Familien maßgeblich erleichtert wird.

Wie fühlt sich der erste Regentropfen auf der Hand an einem Ort an, der geprägt ist von Trockenheit? Er ist wunderbar, er ist Freude. Die Kinder im pakistanischen Distrikt Tharparkar kennen dieses Gefühl. Sie kennen Hunger und Durst als vertrauten, aber unerträglichen Zustand, weil sie in einer wüstenähnlichen Umgebung leben. Es ist uns ein großes Anliegen, mit den erbetenen 10.000,- Euro den Kindern und Frauen in fünf Dörfern von Deutschland aus die Hände zu reichen und dafür zu sorgen, dass sie genug zu essen und zu trinken bekommen.

Liebe Missionsfreunde, wie schön sind Hände, die verlässlich sind, die da sind, die tragen und halten - manchmal voller Kraft und Entschlossenheit, andere Male sanft und zart. Hände, wie Jesus sie hatte, die heilten und segneten, oder unser Bruder Franz von Assisi, der sich arm unter Armen in Gottes Hand wusste.

So bin ich dankbar für Ihre Hände, die vielen Menschen in Not Hoffnung schenken, Halt geben und Mut zum Leben. Solche Hände wünsche ich natürlich auch Ihnen, wenn Sie sie brauchen. Gleichzeitig wünsche ich Ihnen und Ihren Lieben auch, dass Gottes Hand Sie durch dieses Jahr begleitet und Sie schützt und segnet.

In Dankbarkeit
Ihr

Pater Matthias Maier OFM

Missionsbrief Januar 2017

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