Für einen gerechten Umgang mit Geld - Bad Request

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Für einen gerechten Umgang mit Geld

Wer sind die Gewinner und wer die Verlierer wirklich? Die angeblichen Gewinner sind jene, die schon wieder nach bisherigen Mustern mit Finanzen jonglieren. Wer sind dann die Verlierer? Jene, die kleinere oder immense Summen in ihrer Verlustrechnung verbuchen mussten? Verlierer waren und sind immer auch jene, deren Arbeitsplätze vernichtet wurden oder die Opfer von unseriösen, bestenfalls zweifelhaften Praktiken sind. Wo es ums Geld geht, wird oftmals leider nicht nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt. Was kümmert es schon, wo zum Beispiel mit Aktien Geld angelegt wird!

Ein Sinneswandel wird seit dem ganzen Finanzdesaster gefordert. Politiker und Professoren, Ökonomen und Ökologen, Parteien und Kirchen fordern Konsequenzen ein, damit sich „so etwas nicht mehr wiederholen kann …“ Empfohlene oder befohlene Regulierungen finden nur geteilte Zustimmung. Immerhin dämmert es, dass ethisch relevante Grundsätze die Finanzmärkte vermenschlichen können und im Blick auf Gesellschaft und Natur für mehr Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit sorgen.

Mit dieser Publikation bietet die Missionszentrale der Franziskaner Reflexion und Orientierung an. 2003 initiierte sie die „Bank für Orden und Mission“; seit 2009 bietet sie mit „TERRASSISI“ zwei neue Investmentfonds an, die ethisch unbedenkliche und nachhaltige Anlagen ermöglichen.

• Dr. Klaus Gabriel, Sozialethiker an der Universität Wien und Geschäftsführer von CRIC e.V. (der größten Investorengemeinschaft zur Förderung des ethischen Investments im deutschsprachigen Raum), durchleuchtet die Ursachen der Finanzkrise und bietet „Anstöße“ für einen nachhaltigen Finanzmarkt als Antwort auf die Finanz und Wirtschaftskrise.

• Mit der wegweisenden Sichtweise für eine christlich verantwortete Praxis befasst sich Pater Stephan Ottenbreit, langjähriger Leiter der Missionszentrale.

• Das „Modell“ für die Bank findet sich im 14. Jahrhundert früh in der franziskanischen Bewegung. Mit Genossenschaften und Kleinkrediten haben Franziskaner in Orientierung an der Bibel Banken auf einer neuen ethischen Basis gegründet. David A. Reusch, Diplomkaufmann und Assistent des Vorstandes der Missionszentrale, gibt einen historischen Rückblick.

• Konkrete Anlagemöglichkeiten bieten die Investmentfonds „TERRASSISI“, die die Missionszentrale aufgelegt hat. Ansgar Donath empfielt die Berücksichtigung ethischer Werte bei der Geldanlage“.

Die „Grüne Reihe“ der Missionszentrale der Franziskaner wendet sich mit dieser Publikation einem Thema zu, dessen Brisanz selbst dann bestehen bleibt, wenn die Finanzwelt in ruhigeren Fahrwassern wirtschaften würde. Unverantwortliches Handeln riskiert nicht nur den materiellen Gewinn, sondern gefährdet auch Konsens und Existenz im sozialen wie im persönlichen Bereich.

P. Claudius Groß OFM

Heft 107 im pdf-Format

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