Erdbeben auf Haiti
Missionszentrale stellt 50.000 € Soforthilfe und Mittel für den Wiederaufbau bereit
Am 12. Januar 2010, gegen 16.53 Uhr Ortszeit, ließ in 13 km Tiefe ein Erdbeben der Stärke 7 für eine unendliche Minute die Erde in Haiti beben. Plötzlich bewegte sich die Erde unter den Füßen und unter den Häusern der Menschen. Die fassungslosen Worte eines Mannes: „Plötzlich habe ich den Halt verloren, es krachte und ich wurde zu Boden gerissen.“ Entsetzen, Schreie, Schock, Panik, Verwirrung und der Zusammenbruch lassen Kinder, Frauen und Männer alles verlieren. Umherirrende verstörte Menschen überall. In grausamen Sekunden haben sie ihre Kinder, Eltern, Geschwister, Verwandten, Freunde und ihr Zuhause verloren.
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Allein in der Hauptstadt Port-au-Prince ist jedes zweite Haus zerstört. Tausende Menschen sind unter den Trümmern eingeschlossen. Helfer graben verzweifelt und mit bloßen Händen nach Überlebenden. „Wir haben nur unsere Finger zum Graben!“ schreit jemand. Wer überlebt hat, braucht dringend Trinkwasser, Nahrung, Ärzte und Medikamente. Verzweifelt und wütend schreit ein Mann: „Mehr Ärzte, weniger Journalisten!“. Für viele Menschen kommt jede Hilfe zu spät. Zu viele Menschen sterben. Schutt, Trümmer und Zerstörung, soweit das Auge reicht. Die schon vor dem Erdbeben mangelhafte Infrastruktur ist nun total zusammengebrochen
Leblose Körper liegen unter Steinen, Tote liegen auf den Straßen. Um ihnen ein wenig Würde zu verleihen, legen Überlebende Tücher über sie. Verängstigt müssen Kinder an den Leichen vorbeigehen und wissen nicht, wo ihre Eltern sind. Verstört und verwaist irren sie weinend in den Trümmern umher. Es sind Hunderttausende von Verletzten und Obdachlosen. Kaum noch Krankenhäuser stehen, und Medikamente fehlen überall. Die Menschen erleiden Unermeßliches. Die Retter beginnen einen Wettlauf mit der Zeit, denn jede Stunde, jede Minute die ungenutzt bleibt, kostet Menschen das Leben. Viele können nicht gerettet werden. Krankheiten und Seuchen drohen.
Liebe Missionsfreunde, in einem ersten Schritt haben wir den Opfern des Erbebens 50.000,- € aus unserem Soforthilfefonds zur Verfügung gestellt. Jedoch wird erst in den kommenden Wochen das ganze Ausmaß der Not und Zerstörung deutlich werden. Dann wollen wir darangehen, denen, die durch das Beben alles verloren haben, beizustehen in ihrem Alltag, der noch lange ein Alltag voller Bedrängnisse sein wird.
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