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Untergang eines Paradieses

Kupfer- und Goldabbau bedroht eine ganze Insel in Indonesien - Teil 2

Versammlung mit den Inselbewohnern zur Beratung der Handlungsmöglichkeiten
Seit Jahrhunderten sind die Haupteinnahmequellen der einheimischen Bevölkerung Landwirtschaft und Fischfang. Die Lebensverhältnisse der Menschen sind bescheiden, doch im Einklang mit der Natur. Über viele Generationen hinweg betrachteten sich die Inselbewohner als die rechtmäßigen Eigentümer der Bodenschätze. Deren Nutzung war bereits von ihren Vorfahren mit einem Tabu belegt. Das uralte Wissen der Naturvölker verbot ihnen, die Natur durch Eingriffe aus dem Gleichgewicht zu bringen.

 

In der Vergangenheit hatten bereits diverse Bergbauunternehmen immer wieder versucht, einen Zugriff auf die Bodenschätze der Insel zu bekommen, was unweigerlich eine Bedrohung und Zerstörung der Umwelt bedeuten würde. Bis heute konnten diese Angriffsversuche von den Inselbewohnern jedoch abgewehrt werden.

 

Jetzt aber haben sich die Interessen der ausländischen Konzerne - darunter auch ein deutscher Konzern - nach vielen Verhandlungen mit der indonesischen Regierung durchgesetzt. Es ist eine beschlossene Sache, dass ab Oktober diesen Jahres Kupfer und Gold kommerziell gefördert werden dürfen. Mit der Gewinnung von Kupfer und Gold im Tagebau droht nun den Inselbewohnern nicht nur der Verlust ihrer Heimat, sondern auch die Enteignung ihres bislang nicht in Frage gestellten Landbesitzes einschließlich sämtlicher Bodenschätze, der dann in den Besitz der Bergbaugesellschaften ginge.

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