Untergang eines Paradieses
Kupfer- und Goldabbau bedroht eine ganze Insel in Indonesien - Teil 3
Die Verhandlungen zwischen der indonesischen Regierung und den Bergbaukonzernen fanden ohne die lokale Bevölkerung statt. Für sie gab es weder Informationen noch Anhörungen noch die Möglichkeit zu einer bürgernahen Entscheidung. Die indonesische Regierung begründete ihr Ja zu den Schürfrechten der Bergbaugesellschaften damit, dass der ansässigen Bevölkerung die notwendigen Kenntnisse und die Urteilsfähigkeit über den sozialen und wirtschaftlichen Nutzen des Kupfer- und Goldabbaus abginge. Bei den Einheimischen wachsen inzwischen Verbitterung und Wut gegen das Projekt und die Art seiner Durchsetzung. Viele Demonstrationen bezeugen dies.
Das Leben der Inselbewohner wird in Zukunft brutalen Einschränkungen unterworfen sein. Die Menschen werden auf ein kleines Areal zwangsumgesiedelt und in unmittelbarer Nachbarschaft der Kupfer- und Goldminen leben müssen, da ein Großteil der Insel nicht mehr bewohnbar ist. Ihre bisherige Art des Lebens in enger Verbundenheit mit der Natur wird nicht mehr möglich sein.
Nur wenige Einwohner werden im Kupfer- und Goldbergbau eine niedrig bezahlte Arbeit finden, da dort meist nur hochqualifizierte Experten arbeiten oder menschliche Arbeitskraft durch Maschinen ersetzt werden. In kleinen schon durchgeführten Bergbauprojekten lässt sich ablesen, wie ernst es den Bergbaukonzernen mit einer finanziellen Entschädigung ist. Trotz der Zusage der Konzerne, Krankenhäuser und Kirchen auf der Insel zu bauen, ist dies Versprechen bis heute noch nicht eingelöst.
Selbst wenn also die Inselbewohner in absehbarer Zeit ihre Insel nur noch in Randbereichen werden bewohnen können, wird diese durch den Kupfer –und Goldabbau auf Dauer unbewohnbar sein, denn die dabei entstehenden hochgiftigen Schadstoffe werden sich nicht an die Gemarkungsgrenzen halten. Mit Sicherheit wird die Gesundheit der Inselbewohner in großer Gefahr sein. Ihnen wird keine andere Möglichkeit bleiben, als die Insel zu verlassen.













